GST // Systemische Haltung


Unsere systemische Haltung

In unserer Arbeit an der GST ist die systemische Haltung nicht nur ein theoretisches Konzept, sondern die Art, wie wir Menschen sehen und mit ihnen in Kontakt gehen. Wir begegnen den Weiterbildungsteilnehmenden mit tiefer Wertschätzung, echter Neugier und dem Vertrauen, dass sie sich entwickeln wollen und noch einiges Potential in sich tragen.

Wir verstehen Systeme und einzelne Menschen als Teil lebendiger Beziehungsgeflechte. Konflikte betrachten wir als sinnvolle Antworten auf (belastende) Situationen – manchmal zu einem hohen Preis, über den verhandelt werden kann.
Dieser Blick entlastet, öffnet die Tür für neue Perspektiven und erlaubt, dass jemand sich zeigen kann.

Systemisch zu arbeiten bedeutet für uns auch, uns selbst immer mitzudenken: unsere eigenen Muster, unsere Biografie, unsere blinden Flecken. Wir laden unsere Teilnehmenden ein, sich selbst als wichtigstes „Instrument“ ihrer Beratung oder Therapie kennenzulernen – mit Humor, mit Ernsthaftigkeit und mit der Erlaubnis, nicht perfekt sein zu müssen.

In unseren Seminaren schaffen wir Räume, in denen Fragen wichtiger sind als schnelle Antworten und in denen Unterschiedlichkeit ausdrücklich willkommen ist. Wir interessieren uns dafür, wie Menschen ihre Geschichte erzählen, welche Lebenssätze und inneren Bilder sie geprägt haben, und wie daraus neue, stimmigere Narrative entstehen können.Memory+3

Systemische Haltung heißt für uns: allparteilich zu bleiben, Komplexität auszuhalten und gleichzeitig handlungsfähig zu sein. Wir stellen uns an die Seite. Und wir glauben daran, dass Veränderung dort beginnt, wo jemand sich wirklich gesehen fühlt – mit seiner Verletzlichkeit, seiner Kraft und seinem Wunsch, Beziehungen anders zu gestalten.


INTEGRATION & ZIELE

Alle systemischen Weiterbildungen integrieren den

  • strategischen (Paul Watzlawick, Jay Haley)
  • strukturellen (Salvador Minuchin)
  • zirkulären (Mailänder Team)
  • mehrgenerationalen (I. Boszormenyi-Nagy, Heidelberger Team)
  • erfahrungs- und wachstumsorientierten (V. Satir, C. Whitacker)
  • narrativen (Michael White, David Epston)
  • phänomenologischen (Bert Hellinger, Gunthard Weber) und
  • lösungs- und ressourcenorientierten (M. Erickson, S. de Shazer)


Ansatz der Systemischen Therapie und Beratung.

Im Zeitalter der Integration sollte der Blick nicht mehr durch die Fixierung auf nur eine Möglichkeit menschliche Probleme zu lösen und Entwicklungen anzuregen verstellt werden.

Der in Anbetracht psychischen Leidens absurd erscheinende Versuch mit nur einer Schule, nur einer Perspektive, nur einem Lösungsweg alles Leid heilen zu wollen, kann zugunsten multipler Fragestellungen, Lösungswege und vieler menschlicher Versuche des Suchens nach dem nächsten Schritt abgelöst werden.

Das Ziel der systemisch-integrativen Weiterbildungen in systemischer Einzel-, Familien- bzw. Teamberatung, systemischer Einzel-, Paar- und Familientherapie sowie in systemischem Coaching bzw. systemischer Supervision ist es, systemische Kompetenzen im Umgang mit Individuen, Paaren, Familien und Organisationen zu erwerben. Die Weiterbildung in Systemischer Psycho-Somatik® verbindet diesen Ansatz mit körperorientierten Konzeptionen.

Wir vermitteln die therapeutischen und methodischen Bausteine der systemischen Arbeitsweise lebendig und humorvoll. Das Besondere besteht darin, familien- und systemtherapeutische Ansätze mit der eigenen Lebens- und Lerngeschichte zu verbinden. Dies geschieht aus dem Wissen, dass der systemische Berater/Therapeut bzw. Coach besonders dann erfolgreich ist, wenn er in der eigenen Tiefe und in seiner familiären Erfahrung erreicht wird.

BESONDERE ASPEKTE DER AUS- UND WEITERBILDUNGEN

Die Vermittlung der Lehrinhalte in den Seminaren erfolgt praxisnah und erfahrungsorientiert.
Die Seminare beinhalten einen hohen Selbsterfahrungsanteil. Neben einer rein verbalen Orientierung arbeiten wir viel szenisch, psycho-dramatisch und gestaltend.

Wir verbinden die systemischen Ansätze mit der eigenen Lebens- und Lerngeschichte der Teilnehmer.

Dies geschieht aus dem Wissen, dass ein Berater / Coach bzw. Therapeut besonders dann erfolgreich ist, wenn er in der eigenen Tiefe erreicht wird.

Der/die Teilnehmer(in) erhält während der Weiterbildung genügend Gelegenheit, seine eigene Persönlichkeit und seinen individuellen (therapeutischen) Stil kennen zu lernen und zu entwickeln.

Wir verstehen uns als integrativ; d.h. es werden die bekannten Schulen der systemischen Therapie und Beratung besprochen, und nicht einzelne, von uns zusammengestellte oder favorisierte Methoden.

IN DEN SEMINAREN WERDEN LEHRINHALTE VERMITTELT DURCH:

  • Veranschaulichung praxisrelevanter Theorien und entsprechender Übungen
  • Live Arbeit mit Individuen, Paaren, Familien und größeren Systemen
  • Selbsterfahrung und therapeutische Arbeit an den relevanten Beziehungen der Teilnehmer
  • Supervidierte Kleingruppenarbeit der Teilnehmer


In der Regel wird ab dem 3. Seminar mit Fällen live innerhalb der Seminargruppe gearbeitet.

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