In diesem Seminar erkunden die Teilnehmer, wie systemische Methoden in der Videoberatung lebendig und wirksam bleiben – sowohl mit analogen Materialien im eigenen Raum als auch mit digitalen Tools auf dem Bildschirm. Sie erleben, wie sich Arbeit mit Bodenankern, Seil und Systembrett vor der Kamera so inszenieren lässt, dass Ihre Ratsuchenden gut folgen und aktiv beteiligt sind. Ergänzend lernen Sie digitale Whiteboards, Bildkarten und Online-Aufstellungstools kennen, mit denen sich Systeme, Ressourcen und Skalierungen sichtbar und gemeinsam bearbeitbar machen. Sie reflektieren Ihr eigenes virtuelles Beratungssetting und das Ihrer Klient:innen, klären Rahmenbedingungen und entwickeln ein Setting, das sowohl fachlich als auch technisch gut zu Ihnen passt.
Ziel ist, dass die Teilnehmer mit einem praxistauglichen Werkzeugkoffer aus analogen und digitalen Methoden in Ihren Beratungsalltag zurückkehren – ohne technische Überforderung, aber mit Lust am Experimentieren
- Gestaltung des virtuellen Beratungssettings
– Systemische Haltung in der Videoberatung: Präsenz, Beziehungsgestaltung, Allparteilichkeit im digitalen Raum (z.B. Blick in die Kamera, sinnvolle Nutzung von Nähe/Distanz im Bildausschnitt).
– Setting-Architektur: Kameraposition, Licht, Hintergrund, Sitzposition, Abstand zur Kamera, Umgang mit Notizen auf dem Bildschirm.
– Vereinbarungen mit Klient:innen: Raum- und Datenschutz, Störungen, Notfallwege, Umgang mit Technikstress, „Onboarding“ ins virtuelle Setting. - Analoge Methoden vor der Kamera- Arbeit mit Gegenständen: Figuren, Steine, Karten, Schnüre als Systemelemente; wie sie so platziert werden, dass die Klient:innen Perspektivenwechsel und Muster gut erkennen können.
– Bodenanker und Seilarbeit: Nutzung des eigenen physischen Raums vor der Kamera (z.B. Markierungen auf dem Boden, die über Weitwinkel oder zweite Kamera sichtbar werden; moderierte Positionswechsel).
– Körper- und Skulpturarbeit: einfache, klar angeleitete Haltungs- und Positionsveränderungen, die auch im begrenzten Kamerarahmen Wirkung entfalten; Fokus auf Sicherheit, Tempo und Selbstwahrnehmung. - Digitale Tools: Whiteboards, Bildkarten und Aufstellungstools
– Whiteboards (z.B. Zoom-Whiteboard, Miro, Mural, coachingspace, Jamboard): Moderationskarten, Symbole, Zeitachsen, Genogramm-Fragmente und Reflecting-Team-Notizen gemeinsam erstellen.
– Digitale Aufstellungen: Arbeit mit Online-„Repräsentanten“ (Kärtchen, Formen, Avatare), die verschoben, skaliert und rotiert werden können, um Nähe, Grenzen und Ausrichtung abzubilden.
– Bildkarten digital: Nutzung von Bilddatenbanken oder selbst erstellten Karten (z.B. Collagen, Symbolbilder), die über Bildschirmfreigabe oder Whiteboard eingebunden werden.
– Dokumentation: Sicheres Speichern von Whiteboards, Export als Bild/PDF und Verwendung in Folge-Sitzungen (Verlauf sichtbar machen, „vorher–nachher“-Vergleiche). - Skalierungen und visuelle Klarheit- Klassische Skalierungsfragen in visuelle Skalen übersetzen (Skalenlinie, Treppe, Thermometer, Symbollinie): auf Whiteboard oder mit physischen Markern vor der Kamera.
– „Visuelle Skalierung“ als Verbindung von Externalisierung und Skalierungsfragen, um Veränderung konkreter und für Klient:innen eigenverantwortlich gestaltbar zu machen.
– Einsatzmöglichkeiten: Motivation, Sicherheit, Konfliktintensität, Nähe/Distanz, Ressourcenaktivierung, Ambivalenz-Checks zur Entscheidungsfindung. - Technische Tricks: Zweite Kamera & Co.- Zwei-Kamera-Setup in der Praxis: Kombination aus Laptop-Webcam und Smartphone oder externer Kamera; Umschalten zwischen „Gesichtskamera“ und „Raum-/Systembrett-Kamera“ (z.B. über Zoom-Kameraauswahl, Tastenkürzel).
– Anwendungsfälle:
– Systembrett von oben oder schräg seitlich zeigen.
– Bodenanker und Seilverläufe im ganzen Raum sichtbar machen.
– Wechsel zwischen „Beziehungsgespräch“ (Frontalansicht) und „Prozessaufnahme“ (Aufstellungsfläche).
– Datenschutz und Stabilität: lokale Aufzeichnung nur, wenn datenschutzrechtlich geklärt; klare Regeln mit Teilnehmenden, wann aufgenommen wird und wer Zugriff bekommt. - Didaktik und Arbeitsformen im Workshop
Mischung aus Input, Demo und Übung- Kurzinputs mit konkreten Beispielen aus Online-Therapie und -Beratung, inklusive Hinweis auf Studien, die vergleichbare Wirksamkeit von Online- und Präsenzsettings nahelegen (insbesondere, wenn Beziehungsgestaltung und Struktur klar sind).
– Live-Demonstrationen:
– Systembrett vor der Kamera mit zweiter Kamera.
– Digitale Aufstellung auf Whiteboard (Teilnehmer:in gibt System, Trainer:in setzt um).
– Visuelle Skalierung auf Whiteboard oder mit physischen Markern im Raum.
– Übungsphasen in Kleingruppen (Breakout-Räume): – Jede Person übt mindestens eine Methode analog vor der Kamera und eine Methode mit digitalem Tool.
– Beobachter:innen erhalten Beobachtungsaufträge zu Haltung, Klarheit der Anleitung, Umgang mit Technikstress.
Reflexion und Transfer- Gemeinsame Auswertung: Was funktioniert für wen, in welchem Setting, mit welcher Zielgruppe gut?
– Arbeit am eigenen virtuellen Setting: jede:r entwickelt ein persönliches Online-„Rahmenskript“ (Checkliste Technik, Einstiegsritual, Umgang mit Störungen, Dokumentationslogik).
– Transferaufgabe: Planung von 1–2 konkreten Interventionen, die im eigenen Kontext in den nächsten Wochen getestet werden (inkl. Auswahl Tool, Zeit, Setting und Klient:innentyp). - Virtuelles Beratungssetting & Beziehungsgestaltung – was Online-Beratung systemisch braucht.
– Analoge Methoden vor der Kamera (Systembrett, Bodenanker, Seil). - Digitale Whiteboards und Aufstellungstools – Möglichkeiten und Grenzen. (digitale Aufstellung, visuelle Skalierungen, Ressourcen-Cluster). –
- Technische Tricks: Zweikamera-Setup, Bildschirmfreigabe, einfache Dokumentation (Screenshots, Export).
- Integration & Transfer: Gestaltung des eigenen virtuellen Settings, nächste Schritte im eigenen Kontext, Feedbackrunde. (
- erkunden Sie, wie systemische Methoden in der Videoberatung lebendig und wirksam bleiben – sowohl mit analogen Materialien im eigenen Raum als auch mit digitalen Tools auf dem Bildschirm. Sie erleben, wie sich Arbeit mit Bodenankern, Seil und Systembrett vor der Kamera so inszenieren lässt, dass Ihre Ratsuchenden gut folgen und aktiv beteiligt sind. Ergänzend lernen Sie digitale Whiteboards, Bildkarten und Online-Aufstellungstools kennen, mit denen sich Systeme, Ressourcen und Skalierungen sichtbar und gemeinsam bearbeitbar machen.
- reflektieren Ihr eigenes virtuelles Beratungssetting und das Ihrer Klient:innen, klären Rahmenbedingungen und entwickeln ein Setting, das sowohl fachlich als auch technisch gut zu Ihnen passt. Ziel ist, dass Sie mit einem praxistauglichen Werkzeugkoffer aus analogen und digitalen Methoden in Ihren Beratungsalltag zurückkehren – ohne technische Überforderung, aber mit Lust am Experimentieren. 1. Gestaltung des virtuellen Beratungssettings- Systemische Haltung in der Videoberatung: Präsenz, Beziehungsgestaltung, Allparteilichkeit im digitalen Raum (z.B. Blick in die Kamera, sinnvolle Nutzung von Nähe/Distanz im Bildausschnitt). – Setting-Architektur: Kameraposition, Licht, Hintergrund, Sitzposition, Abstand zur Kamera, Umgang mit Notizen auf dem Bildschirm. – Vereinbarungen mit Klient:innen: Raum- und Datenschutz, Störungen, Notfallwege, Umgang mit Technikstress, „Onboarding“ ins virtuelle Setting. 2. Analoge Methoden vor der Kamera- Arbeit mit Gegenständen: Figuren, Steine, Karten, Schnüre als Systemelemente; wie du sie so platzierst, dass die Klient:innen Perspektivenwechsel und Muster gut erkennen können. – Bodenanker und Seilarbeit: Nutzung des eigenen physischen Raums vor der Kamera (z.B. Markierungen auf dem Boden, die über Weitwinkel oder zweite Kamera sichtbar werden; moderierte Positionswechsel). – Körper- und Skulpturarbeit: einfache, klar angeleitete Haltungs- und Positionsveränderungen, die auch im begrenzten Kamerarahmen Wirkung entfalten; Fokus auf Sicherheit, Tempo und Selbstwahrnehmung. ### 3. Digitale Tools: Whiteboards, Bildkarten und Aufstellungstools- Whiteboards (z.B. Zoom-Whiteboard, Miro, Mural, coachingspace, Jamboard): Moderationskarten, Symbole, Zeitachsen, Genogramm-Fragmente und Reflecting-Team-Notizen gemeinsam erstellen. – Digitale Aufstellungen: Arbeit mit Online-„Repräsentanten“ (Kärtchen, Formen, Avatare), die verschoben, skaliert und rotiert werden können, um Nähe, Grenzen und Ausrichtung abzubilden. – Bildkarten digital: Nutzung von Bilddatenbanken oder selbst erstellten Karten (z.B. Collagen, Symbolbilder), die über Bildschirmfreigabe oder Whiteboard eingebunden werden. – Dokumentation: Sicheres Speichern von Whiteboards, Export als Bild/PDF und Verwendung in Folge-Sitzungen (Verlauf sichtbar machen, „vorher–nachher“-Vergleiche). 4. Skalierungen und visuelle Klarheit- Klassische Skalierungsfragen in visuelle Skalen übersetzen (Skalenlinie, Treppe, Thermometer, Symbollinie): auf Whiteboard oder mit physischen Markern vor der Kamera. – „Visuelle Skalierung“ als Verbindung von Externalisierung und Skalierungsfragen, um Veränderung konkreter und für Klient:innen eigenverantwortlich gestaltbar zu machen. – Einsatzmöglichkeiten: Motivation, Sicherheit, Konfliktintensität, Nähe/Distanz, Ressourcenaktivierung, Ambivalenz-Checks zur Entscheidungsfindung. 5. Technische Tricks: Zweite Kamera & Co.- Zwei-Kamera-Setup in der Praxis: Kombination aus Laptop-Webcam und Smartphone oder externer Kamera; Umschalten zwischen „Gesichtskamera“ und „Raum-/Systembrett-Kamera“ (z.B. über Zoom-Kameraauswahl, Tastenkürzel). – Anwendungsfälle: – Systembrett von oben oder schräg seitlich zeigen. – Bodenanker und Seilverläufe im ganzen Raum sichtbar machen. – Wechsel zwischen „Beziehungsgespräch“ (Frontalansicht) und „Prozessaufnahme“ (Aufstellungsfläche). – Datenschutz und Stabilität: lokale Aufzeichnung nur, wenn datenschutzrechtlich geklärt; klare Regeln mit Teilnehmenden, wann aufgenommen wird und wer Zugriff bekommt.
- Didaktik und Arbeitsformen im Workshop### Mischung aus Input, Demo und Übung- Kurzinputs mit konkreten Beispielen aus Online-Therapie und -Beratung, inklusive Hinweis auf Studien, die vergleichbare Wirksamkeit von Online- und Präsenzsettings nahelegen (insbesondere, wenn Beziehungsgestaltung und Struktur klar sind). – Live-Demonstrationen: – Systembrett vor der Kamera mit zweiter Kamera. – Digitale Aufstellung auf Whiteboard (Teilnehmer:in gibt System, Trainer:in setzt um). – Visuelle Skalierung auf Whiteboard oder mit physischen Markern im Raum. – Übungsphasen in Kleingruppen (Breakout-Räume): – Jede Person übt mindestens eine Methode analog vor der Kamera und eine Methode mit digitalem Tool. – Beobachter:innen erhalten Beobachtungsaufträge zu Haltung, Klarheit der Anleitung, Umgang mit Technikstress. ### Reflexion und Transfer- Gemeinsame Auswertung: Was funktioniert für wen, in welchem Setting, mit welcher Zielgruppe gut? – Arbeit am eigenen virtuellen Setting: jede:r entwickelt ein persönliches Online-„Rahmenskript“ (Checkliste Technik, Einstiegsritual, Umgang mit Störungen, Dokumentationslogik). – Transferaufgabe: Planung von 1–2 konkreten Interventionen, die im eigenen Kontext in den nächsten Wochen getestet werden (inkl. Auswahl Tool, Zeit, Setting und Klient:innentyp).
- Virtuelles Beratungssetting & Beziehungsgestaltung – was Online-Beratung systemisch braucht. –
- Demo und Übung: Analoge Methoden vor der Kamera (Systembrett, Bodenanker, Seil). Digitale Whiteboards und Aufstellungstools – Möglichkeiten und Grenzen.-
- Technische Tricks: Zweikamera-Setup, Bildschirmfreigabe, einfache Dokumentation (Screenshots, Export).
- Integration & Transfer: Gestaltung des eigenen virtuellen Settings, nächste Schritte im eigenen Kontext, Feedbackrunde. .